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Mittwoch, 15. Juli 2026

Weltrekordversuch: Jede Masche zählt – Socken für Menschen in Not

petra Kautz
Die Stahnsdorferin Petra Kautz strickt nicht nur leidenschaftlich gern, sondern ist mit ihrem Lädchen „Wolle und Co.“ in der Tschaikowskistraße 25 auch eine der wenigen Sammelstellen im Land Brandenburg. Foto: Juliane Keiner

Mit Nadeln, Wolle und viel Herz wollen Strickbegeisterte aus ganz Deutschland und der Schweiz Teil eines außergewöhnlichen Projekts werden: Ein Weltrekordversuch soll nicht nur einen bestehenden Rekord brechen, sondern vor allem auf die Situation obdachloser Menschen aufmerksam machen.

Unter dem Motto „Lasst uns gemeinsam die Welt ein kleines bisschen besser machen. Zusammen strickt man weniger allein.“ haben die Buchhändlerin Miriam Cahannes, Veronika Hug sowie Susanne Oswald und ihr Mann Bernd Oswald den Verein „Sockenweltrekord“ gegründet. Ihr Ziel: den aktuellen Rekord von 35.500 selbstgestrickten Socken zu übertreffen und mindestens 36.000 Paar Socken für Menschen in Not zusammenzubringen.

Der offizielle Startschuss für die Aktion fiel beim Swiss Yarn Festival 2026. Seit März dieses Jahres wird in Deutschland und der Schweiz fleißig gestrickt. Bis März 2027 haben die Teilnehmer Zeit, ihre Socken fertigzustellen und an Sammelstellen abzugeben. Die fertigen Werke werden anschließend in die Schweiz transportiert, wo sie im April 2027 beim Weltrekordversuch auf einer langen Wäscheleine präsentiert werden sollen.

Auch aus Brandenburg beteiligen sich zahlreiche Strickerinnen und Stricker an der Aktion. Eine der regionalen Sammelstellen befindet sich bei „Wolle und Co.“ in Stahnsdorf. Ladeninhaberin Petra Kautz sammelt die eingereichten Socken und leitet sie an die Organisatoren weiter.

„Das Interesse ist groß“, berichtet Petra Kautz. Viele Menschen möchten sich beteiligen und mit ihrem Hobby etwas Gutes bewirken. Dabei stehe der soziale Gedanke klar im Vordergrund. „Der gute Zweck ist das Wichtigste.“

Die Anforderungen an die eingesandten Socken sind bewusst einfach gehalten: Sie müssen selbst gestrickt sein und mindestens Größe 40 haben, damit sie von möglichst vielen Erwachsenen getragen werden können.

Nach dem Weltrekordversuch werden die Socken an Kältebusse, Hilfsbusse und stationäre Hilfseinrichtungen in Deutschland sowie an entsprechende Einrichtungen in der Schweiz gespendet. Die Organisatoren möchten damit nicht nur warme Füße schenken, sondern auch ein Zeichen der Solidarität setzen. „Obdachlose Menschen sind auf unsere Hilfe angewiesen. Selbstgestrickte Socken schenken nicht nur Wärme, sondern zeigen auch, dass wir an unsere Mitmenschen denken und sie unterstützen“, betonen die Initiatoren. Mit dem Weltrekordversuch soll zudem öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Obdachlosigkeit geschaffen werden.

Wer mitmachen möchte, kann die Socken bis März 2027 stricken und bei einer der offiziellen Sammelstellen abgeben – in Stahnsdorf bei „Wolle und Co.“ in der Tschaikowskistraße 25 in Stahnsdorf (Informationen auch unter Tel. 03329 691006).

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